, Rösch Kevin
Saisonrückblick / Trophy U 13- Junioren
Eine Saison voller Entwicklung, Einsatz und Erfolg
Die Saison der U13-Auswahl des Berner Unihockey Verbandes begann bereits im Juni mit den Selektionstrainings.
Das Ziel war von Anfang an klar definiert: Möglichst vielen talentierten Spielerinnen und Spielern aus dem
Verbandsgebiet die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln,
neue Erfahrungen zu sammeln und die Freude am Unihockey zu fördern.
Während der ersten Saisonhälfte standen deshalb nicht Resultate, sondern die individuelle Entwicklung im Mittelpunkt.
Über 50 Spieler nahmen an den Trainings teil und erhielten die Chance, die Verbandsauswahl kennenzulernen.
Schwerpunkte waren insbesondere die Verbesserung der 1-gegen-1-Situationen,
die Förderung technischer und taktischer Fähigkeiten sowie die Weiterentwicklung der Spielfreude
und Kreativität auf dem Feld.
Auch im neuen Jahr blieb die Gruppe bewusst breit aufgestellt.
Zahlreiche Spieler waren weiterhin Teil des Auswahlprozesses und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln.
Mit zunehmender Nähe zur Trophy rückte die gezielte Vorbereitung auf den Wettkampf stärker in den Fokus.
Im Trainingslager in Magglingen, den zusätzlichen Mittwochstrainings
sowie dem intensiven Trainingsweekend in Langenthal wurde erstmals intesiv am Spiel im 5-gegen-5 gearbeitet.
Die Spieler machten dabei grosse Fortschritte und setzten die Inhalte hervorragend um.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war dabei auch der engagierte Staff.
Während der gesamten Saison begleiteten die Trainer die Spieler eng, gaben kontinuierlich Feedback
und schufen ein Umfeld, in dem sich die Kinder sowohl sportlich als auch persönlich weiterentwickeln konnten.
Trophy 2026 in Chur
Nach den über 22 Trainingstagen fand vom 5. bis 7. Juni die Trophy 2026 in Chur statt.
Mit dem Ziel, das Gelernte anzuwenden und falls möglich den Vorjahrestitel zu verteidigen,
machten sich 21 Feldspieler und 2 Torhüter auf den Weg nach Graubünden.
Nach einer langen Anreise und einer ersten,
etwas unruhigen Nacht in der Zivilschutzanlage startete das Team am Samstag in das Turnier.
Das erste Spiel gegen den ZSUV entwickelte sich zu einer echten Herausforderung.
Nach einem harzigen Beginn gelang den Bernern der entscheidende Treffer erst in letzter Sekunde.
In den darauffolgenden Partien zeigte die Mannschaft jedoch eindrücklich,
weshalb sie zu den Favoriten gehörte. Mit sehenswerten Kombinationen, viel Bewegung ohne Ball,
Übersicht und einer klar erkennbaren Spielstruktur überzeugten die Berner auf ganzer Linie.
Alle Spieler erhielten Einsatzzeit und trugen ihren Teil zum Erfolg bei.
Mit dem ersten Platz in der Gruppe A qualifizierte sich der KBUV direkt für den Viertelfinal gegen FriJuNe,
den Sieger der Gruppe C. Die Westschweizer verfügten über eine starke Mannschaft mit einigen
herausragenden Individualisten. Die Nervosität war den Bernern zunächst anzumerken,
doch mit zunehmender Spieldauer fanden sie immer besser ins Spiel
und sicherten sich verdient den Einzug in den Halbfinal.
Dort wartete mit Luzern ein überraschender Gegner. Die Innerschweizer hatten zuvor den ZSUV ausgeschaltet und
standen erstmals in ihrer Geschichte in einem Trophy-Halbfinal.
Die Berner waren über weite Strecken das spielbestimmende Team, wurden jedoch mehrmals erfolgreich ausgekontert.
Wenige Sekunden vor Schluss lag die Mannschaft noch mit einem Tor zurück.
Bereits sieben Minuten vor Spielende reagierte das Trainerteam mit einem Timeout.
Wenige Minuten später wurde der Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt.
Der Mut wurde belohnt: Zehn Sekunden vor der Schlusssirene gelang den Bernern mit einem herrlichen Distanzschuss
der Ausgleichstreffer.
Im anschliessenden Penaltyschiessen zahlte sich die akribische Vorbereitung des Staffs aus.
Dank genauer Analysen der gegnerischen Schützen und einer starken Leistung des Berner Torhüters,
sicherte sich der KBUV den Einzug in den Final.
Erfolgreiche Titelverteidigung
Im Final kam es zur Neuauflage des Endspiels des Vorjahres gegen den KZUV.
Bereits 2025 standen sich die beiden Teams im Finale gegenüber.
Während die Berner im Vorjahr das Spiel früh kontrollieren konnten, zeigte sich diesmal ein anderes Bild.
Die Zürcher traten schneller, agiler und frischer auf und setzten die Berner Defensive unter grossen Druck.
Immer wieder scheiterten sie jedoch am überragenden Berner Torhüter.
Die Berner ihrerseits mobilisierten die letzten Kraftreserven und nutzten ihre Chancen effizient.
Mit grossem Einsatzwillen, Disziplin und Teamgeist gelang es ihnen, das Maximum aus ihren Möglichkeiten herauszuholen.
Selbst als die Zürcher in der Schlussphase alles nach vorne warfen
und die Berner die letzte Minute in Unterzahl bei einer 6-gegen-4-Situation überstehen mussten,
hielt die Mannschaft stand. Der Ausgleich gelang dem KZUV nicht mehr.
Mit dem Schlusspfiff war die Titelverteidigung perfekt:
Die U13-Auswahl des Berner Unihockey Verbandes gewann die Trophy erneut
und krönte damit eine intensive und erfolgreiche Saison.
Mehr als nur ein Titel
Der Gewinn der Trophy war der verdiente Lohn für viele Stunden Training, grossen Einsatz und die Bereitschaft,
kontinuierlich an sich zu arbeiten. Die Saison hat einmal mehr gezeigt,
dass Erfolg selten von selbst kommt. Wer etwas erreichen möchte,
muss Zeit investieren, mit Freude bei der Sache sein und bereit sein, Aufwand zu betreiben.
Besonders erfreulich war die Entwicklung aller beteiligten Spieler.
Auch jener, die am Ende keine tragende Rolle erhielten oder nicht Teil des Trophy-Kaders waren.
Sie alle haben im Verlauf der Saison einen wichtigen Beitrag geleistet und zur positiven Entwicklung der Gruppe beigetragen.
Der KBUV bedankt sich herzlich bei allen Spielerinnen und Spielern, dem gesamten Staff,
den Familien sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern für das entgegengebrachte Vertrauen
und die grossartige Unterstützung während der gesamten Saison.
Wir wünschen den Kindern weiterhin viel Freude, Begeisterung und Erfolg auf ihrem weiteren Unihockeyweg.
Abschied Luca Ritz
Mit dem Finale ging auch die erfolgreiche Amtszeit von Luca Ritz als Junioren Headcoach beim KBUV zu Ende.
Luca war zwei Jahre U13 Junioren HC und gewann dabei zwei Mal die CH-Meisterschaft.
Luca wird seine Winner-Mentalität ab nächster Saison in der U17-Nati einbringen dürfen,
somit kann sich Swissunihockey glücklich schätzen, einen erfahrenen und in allen Bereichen einen äussert,
engagierten Trainer sowie tollen Menschen gewonnen zu haben.
Wir wünschen Dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg, bleib wie du bist!
Der Vorstand und Sportchef, Kevin Rösch