Rückblick U13 Girls Trophy - Gold für Bern!
Die Frauen U13 hatte von ihren Vorbildern gelernt: von der Frauen-Nati den Teamzusammenhalt, von der U15 das frühe Anreisen und von der Eishockey-Nati die Songs «W. Nuss vo Bümpliz» und «Richi». «W. Nuss» wurde zum Abendritual vor dem Schlafengehen, «Richi» zur Siegeshymne in der Garderobe.
In Rüti ZH konnten wir mit gelb-roten Fingernägeln direkt unter der Sporthalle übernachten und den Turniertag entspannt mit Spaziergang, Frühstück und Matchvorbereitung beginnen. Im ersten Spiel gegen Team Future waren die Fragezeichen schnell beseitigt: Nach sieben Minuten führten wir bereits 3:0. Das System funktionierte, die Nervosität war weg – es fehlte nur noch etwas an Abstimmung und Vertrauen. Mit dem klaren 10:0-Sieg – vielleicht etwas zu hoch ausgefallen – gelang ein perfekter Start. Besonders erfreulich: Neun verschiedene Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein.
Nur eine Stunde später wartete Graubünden. Nach einem erneut starken Start verlangten uns die körperlich robusten Gegnerinnen deutlich mehr ab. Hier zahlte sich aus, dass wir während der Saison gelernt hatten, hart zu spielen. Beim Stand von 3:0 nach der Pause entschieden wir uns bewusst gegen zusätzliches Pressing und vertrauten unserem System. Die Gegnerinnen fanden kein Mittel gegen unsere Defensive und mit Geduld erspielten wir uns einen souveränen 7:0-Erfolg.
Im letzten Gruppenspiel gegen die Zentralschweiz kontrollierten wir das Spiel, scheiterten jedoch immer wieder an einer starken Torhüterin. Nach dem 0:1 verloren wir etwas den Faden. Trotz Ausgleich fehlte die Leichtigkeit aus den ersten Spielen, und wir suchten zu oft die Einzelaktion statt die gemeinsame Lösung. Die 1:2-Niederlage änderte jedoch nichts am Gruppensieg. Ein Bad beim Wasserfall kühlte Beine und Gemüter, bevor das Team früh zur Ruhe kam und bis zum Tagwach durchschlief.
Vor dem Halbfinale überraschten wir die Spielerinnen mit persönlichen Grüssen ihrer Familien in der Garderobe. Entsprechend motiviert gingen sie in die Partie gegen die Ostschweizerinnen des UVSGA. Die «Berner Nationalmannschaft» spielte konzentriert, verteidigte stark und kombinierte sich immer wieder nach vorne. Hinten hielt eine bärenstarke Torhüterin die Null fest. Mit dem verdienten 4:0 zogen wir ins Finale ein.
Dort kam es zur Neuauflage gegen die Zentralschweiz. Die Spielerinnen freuten sich auf die Revanche – und darauf, endlich konsequent Pressing spielen zu dürfen. Von Beginn an setzten wir die Gegnerinnen unter Druck, liefen unermüdlich und liessen ihnen kaum Luft zum Atmen. Mit Ball agierten wir geduldig und suchten das Zusammenspiel. Das frühe 1:0 gab uns die nötige Energie, um den Spielplan durchzuziehen. Hinten entschärfte unsere erneut bärenstarke Torhüterin die gefährlichen Konter. Nach dem 2:0 im zweiten Abschnitt wurde unsere Bank immer lauter, und dank konstantem Druck brachten wir den Sieg souverän über die Zeit.
Die Feier vor der Halle war der verdiente Lohn für die harte Arbeit unserer Athletinnen während der gesamten Saison. Ein besonderer Dank gilt auch den Pikettspielerinnen, die nur im Training dabei sein konnten. Unsere «Berner Nationalmannschaft» war durchgehend herausrragend besetzt, doch entscheidend waren nicht einzelne Spielerinnen, sondern die geschlossene Teamleistung in Abwehr und Spiel nach vorne. Dazu kamen in allen Spielen der lautstarke Support von der Bank und von der Tribüne, die für uns nach dem Finalsieg «W. Nuss vo Bümpliz» anstimmte.
Herzlichen Dank an alle Organisatoren, an alle Eltern, alle Athletinnen die über die Saison dabei waren, an den Staff, an die U15, an die Funktionäre des KBUV und an Patent Ochsner.
Gruppenspiele:
Halbfinale:
Finale: